Neue Podcastfolge von Kreativität leben: Warum deine Sichtweise wichtiger ist als dein Stil.

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Warum deine Sichtweise wichtiger ist als dein Stil

„Menschen erinnern sich selten an perfekte Kunst. Sie erinnern sich daran, wie etwas sie fühlen ließ.“

 

Viele Kreative und Künstler verbringen Jahre damit, ihren Stil zu suchen. Sie analysieren Farben, Techniken, Algorithmen, Strategien und vergleichen sich mit anderen Künstlern, während sie gleichzeitig das Gefühl haben, ihr eigener Ausdruck wäre noch nicht klar genug, noch nicht besonders genug oder noch nicht professionell genug.

 

Und vielleicht kennst du genau dieses Gefühl.

 

Dieses ständige Beobachten anderer Kreativen. Gerade heute, wo wir jeden Tag tausende Bilder, Kunstwerke, Texte und kreative Prozesse sehen, entsteht schnell der Eindruck, dass alle anderen schon weiter wären als wir selbst. Dabei liegt die eigentliche Kraft oft viel tiefer. Denn echter künstlerischer Ausdruck entsteht selten zuerst über Stil. Er entsteht über Sichtweise. Über deine Wahrnehmung und über die Art, wie du die Welt fühlst, beobachtest und durch dich hindurch übersetzt. Und genau darüber habe ich in dieser Folge meines Podcasts Kreativität leben gesprochen.

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In dieser Folge erfährst du:

– warum deine Sichtweise wichtiger ist als dein Stil
– weshalb echter Ausdruck nicht perfekt sein muss
– wie Perfektionismus den kreativen Prozess beeinflusst
– warum Kunst durch Wahrnehmung und Persönlichkeit entsteht
– weshalb Einfluss und Inspiration Teil jeder Kunst sind

 

 

Künstlerischer Ausdruck entsteht durch deine Wahrnehmung

Eine Idee allein macht noch keine Kunst. Denn Ideen können viele Menschen gleichzeitig haben. Wiederum lassen sich Menschen inspirieren, beeinflussen und berühren seit Jahrhunderten gegenseitig. Künstler schauen auf andere Künstler. Musiker hören Musik anderer Musiker. Schriftsteller lesen Bücher anderer Autoren. Das war schon immer Teil des kreativen Prozesses.

 

Der eigentliche Unterschied entsteht erst durch die Sichtweise eines Künstlers. Durch seine innere Welt und durch seine Erfahrungen, seine Sehnsucht, seine Fragen und Verletzlichkeit. Genau deshalb können zehn Kreative dieselbe Inspiration haben und trotzdem entstehen zehn völlig unterschiedliche Werke. Und ich glaube, das ist ein unglaublich wichtiger Gedanke für kreative Menschen.

Weil viele Kreative ständig Angst haben, beeinflusst zu sein oder „zu ähnlich“ zu wirken. Sie versuchen krampfhaft originell zu sein und verlieren dabei oft genau das, was ihre Arbeit eigentlich besonders macht: ihre eigene Wahrnehmung.

 

Denn deine Sichtweise kannst du nicht künstlich herstellen. Sie entsteht automatisch aus deinem Leben.

 

Sie zeigt sich darin, worauf dein Blick fällt. Welche Themen dich berühren. Welche Bilder du sammelst. Welche Farben dich anziehen. Welche Geschichten du erzählen möchtest. Welche Fragen immer wieder in deinem Inneren auftauchen. Und genau dort beginnt echter kreativer Ausdruck.

 

Warum viele Kreative ihren Ausdruck kontrollieren wollen

Ich sehe das bei unglaublich vielen Künstlern und Kreativen. Irgendwann entsteht der Wunsch, den eigenen Ausdruck kontrollieren zu wollen. Alles soll stimmig aussehen. Alles soll professionell wirken.

  • Vielleicht fragst du dich:
    Wie muss mein Feed aussehen?
  • Wie muss meine Kunst aussehen?
  • Wie muss ich sprechen?
    Wie positioniere ich mich richtig?
  • Was erwarten andere von mir?
  • Das Problem daran ist nur: Kunst entsteht selten aus Kontrolle.

 

Kunst entsteht oft genau dort, wo etwas offen bleibt. Wo etwas sich entwickeln darf. Wo ein kreativer Mensch bereit ist, seinem inneren Impuls zu folgen, bevor er ihn komplett versteht. Viele kreative Blockaden entstehen genau an diesem Punkt. Nicht weil Menschen keine Ideen hätten. Sondern weil sie ihren eigenen Ausdruck permanent bewerten, korrigieren und kontrollieren. Noch bevor überhaupt etwas entstehen durfte.

 

Der kreative Prozess braucht jedoch Raum.

 

Er braucht Experimentieren, spielen, beobachten, deine Fehler, sowie deine Umwege und deine Veränderung.

 

Und genau das fällt vielen Kreativen schwer, weil wir gelernt haben, alles möglichst schnell perfekt machen zu müssen.

 

Perfektionismus entfernt dich oft von deinem echten Ausdruck

Perfektionismus klingt nach außen oft wie Ehrgeiz. In Wahrheit steckt dahinter jedoch häufig Angst.

Die Angst, sichtbar zu werden.
Die Angst, bewertet zu werden.
Die Angst, nicht gut genug zu sein.

 

Und genau deshalb versuchen viele Künstler irgendwann, ihren Ausdruck sicherer zu machen. Doch Menschen verbinden sich selten mit Perfektion. Sie verbinden sich mit Echtheit.

 

Vielleicht kennst du selbst diese Momente, in denen dich ein Lied mitten ins Herz trifft oder ein Bild etwas in dir auslöst, das du kaum erklären kannst. Oft passiert das gar nicht wegen technischer Perfektion, sondern weil du spürst, dass etwas darin wahrhaftig ist.

Menschen fühlen, ob etwas echt ist.

Und ich glaube, genau deshalb funktioniert Kunst niemals nur über Technik allein. Natürlich darfst du lernen und darfst besser werden in deinem Handwerk. Aber Technik ersetzt nicht deine Seele. Denn am Ende erinnern sich Menschen selten daran, ob etwas makellos war. Sie erinnern sich daran, wie sie sich dabei gefühlt haben.

 

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe von Kunst:
etwas in Bewegung zu bringen.

 

Dein kreativer Prozess darf lebendig bleiben

Ein Gedanke aus der Podcastfolge begleitet mich besonders stark:

 

Dass wir als Künstler das Material manchmal einfach durch uns hindurchfließen lassen dürfen, ohne permanent einzugreifen.

 

Denn viele Kreative stehen sich selbst im eigenen Prozess ständig im Weg. Sie analysieren alles sofort und bewerten jede Idee die sie haben. Dabei arbeitet der kreative Prozess oft viel tiefer, als unser Verstand überhaupt greifen kann.

Manchmal erkennen wir erst Jahre später, worum es in unserer Kunst eigentlich wirklich ging. Das kenne ich selbst sehr gut. Wenn ich heute ältere Arbeiten anschaue, sehe ich plötzlich Themen, die mir damals überhaupt nicht bewusst waren. Der kreative Ausdruck wusste oft schon viel früher, was innerlich in Bewegung war.

Und genau deshalb glaube ich auch, dass Kreativität etwas unglaublich Spirituelles hat. Weil wir oft zuerst erschaffen und erst später verstehen.

 

Der Verstand möchte Sicherheit. Kunst möchte Bewegung.

 

Und vielleicht brauchst du gerade gar keinen neuen Stil. Vielleicht brauchst du mehr Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung. Mehr Vertrauen darin, dass dein Blick auf die Welt bereits wertvoll ist.

 

Für noch mehr Tiefe

Wenn du meine Gedanken zu Kreativität, künstlerischem Ausdruck regelmäßig lesen möchtest, dann komm in meinen Newsletter oder in meinen Telegram-Kanal. Dort teile ich persönliche Impulse, neue Podcastfolgen und Einblicke in meine Arbeit mit Kreativen und Künstlern.

 

Deine Ursula 💕

 

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