Wie du als Künstlerin ins kreative Schaffen kommst und warum dein Tun die Stille braucht
„Kreativität ist etwas, das du tust, und gleichzeitig etwas, das du bist.“
Du warst in der Stille, hast meditiert, bist spaziergegangen.. was auch immer du tust, um dich wieder mehr zu hören, um von der Schöpferkraft Botschaften, Ideen zu empfangen. Und du hast hingehört, was in dir arbeitet und was sich zeigen will. Und dann kommt dieser Moment, in dem du spürst, dass es raus muss, dass es eine Form braucht, dass es sichtbar werden will. Und genau an dieser Schwelle bleiben ganz, ganz viele Kreative und Künstler stehen, weil sich der Schritt von innen nach außen so groß anfühlt.
Ich habe in 27 Jahren als Künstlerin gelernt, dass dieser Übergang ins Schaffen etwas ganz Natürliches ist, so wie der erste Trieb im Frühling durch die Erde bricht, weil es einfach Zeit ist.
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Warum das Schaffen die andere Hälfte deiner kreativen Praxis ist
Dein kreatives Leben braucht beides: die Stille und das Machen, wie Einatmen und Ausatmen, wie Regen und Sonne. Wenn du nur in der Stille bleibst, bleibt alles in dir verschlossen und dein Ausdruck findet keine Form. Und wenn du nur produzierst, ohne vorher hingehört zu haben, dann wird dein Werk leer, weil es keine Wurzeln und Emotionen hat. Das Schaffen ist kein Druck und kein „du musst“, es ist der natürliche nächste Schritt, nachdem du die innere Arbeit gemacht hast.
Was es bedeutet, als Künstlerin immer eingeschaltet zu sein
Ein Gedanke, der mich sehr beschäftigt hat: Deine Arbeit als Künstlerin besteht aus dem Tun und aus dem Sein. Das Tun ist das Hinsetzen, das Formen, das Gestalten. Und das Sein ist das offene Wahrnehmen dazwischen, dieses Eingeschaltet-Sein, mit dem du durch den Tag gehst und sammelst, was dir begegnet, ein Licht auf einer Mauer, ein Gespräch im Café, eine Stimmung beim Spazierengehen. Alles davon fließt irgendwann in dein Werk ein, und genau deshalb ist das Sein genauso Teil deiner kreativen Arbeit wie das Tun.
Was du diese Woche für dein kreatives Schaffen tun kannst
Such dir einen Morgen, an dem du dich hinsetzt und einfach anfängst, ohne Perfektionsanspruch, und nimm dir an einem anderen Tag bewusst Zeit fürs Wahrnehmen, geh raus, beobachte, halte fest, was dir auffällt. Und dann spür, wie diese beiden Hälften zusammen deinen kreativen Rhythmus ausmachen.
🎧 In der neuen Folge von Kreativität leben erzähle ich dir, wie du diesen Übergang von der inneren Arbeit ins kreative Schaffen schaffst und warum du als Künstlerin eigentlich nie wirklich Feierabend hast. Hör rein auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube.
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Deine Ursula
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WENN DU SPÜRST, DASS ES ZEIT IST

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